Die Wiederherstellung

Über 60 Jahre war die Aula nach der Zerstörung im 2.Weltkrieg nahezu dem Verfall ausgeliefert. Notdürftig gesichert überstand sie die Jahre. Nach dem der Schulkomplex bereits weitgehend saniert wurde, wurde die Max-Taut-Aula von 2003-2007 mit Hilfe von Fördermitteln aus dem EU-Programm Urban II, der Gemeinschaftsaufgabe Infrastruktur und des Landes Berlin wieder aufgebaut.

Den Zuschlag für die Planung erhielt der Architekt Max Dudler.

Die Intention des Architekten Max Dudler zur Wiederherstellung der Aula:

"Es gilt einen für Berlin Lichtenberg bedeutenden kulturpolitischen Ort der Vergangenheit mit neuem Leben zu erfüllen. Aus dem im Moment als Ruine leer stehenden Aulagebäude von Max Taut wird ein neuer, für alle zugänglicher multifunktionaler Ort in der als Stadtanlage konzipierten Schule geschaffen. Ein neuer Mittelpunkt für Lichtenberg entsteht, indem einerseits die Funktionen Café, Bar und Restaurant das Gebäude (Foyer) ganztägig beleben und die schwieriger zu finanzierenden kulturellen Events, wie Theater, Tanz und Ausstellungen mittragen und andererseits abends vielfältige Nutzungsmöglichkeiten dem Ort besonderes Leben einhauchen."

Die Wiederherstellung war eine schwierige Aufgabe. Der Bauzustand konnte am ehesten mit Ruine umschrieben werden. Konstruktionspläne fehlten. Häufig wurde erst auf der Baustelle klar, wie Details konstruiert waren. Viele Schwierigkeiten mussten überwunden werden, doch es hat sich gelohnt!

Mit der Sanierung wurde der Aula, als Kopfbau der Gesamtanlage, Innen und Außen ihr ursprüngliches Erscheinungsbild wiedergegeben. Um eine vielfältige Nutzung zu ermöglichen, kombinierten die Architekten eine denkmalgerechte Gestaltung mit modernen technischen Möglichkeiten. So sorgt moderne Bühnen- und Tontechnik für beste Bedingungen für Konzerte, Tanztheater und Theateraufführungen. Mobile Trennwände ermöglichen eine optische Verkleinerung des Saals. Die in Rot- und Ockertönen gehaltenen Wände schaffen eine warme, fast südlich anmutende Atmosphäre.

Mit der Wiedereröffnung im Dezember 2007 steht die Max-Taut-Aula als kulturelles Zentrum für eine breite und vielfältige Nutzung zur Verfügung.

Quellen:
Veröffentlichung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu URBAN II
Jan Schrenk. Ein Raum für Schule und Quartier In: Bauwelt 8/2008 S. 27-31